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Der literarische Nachlass von Meinrad Inglin wird nach seinem eigenen Willen in der Kantonsbibliothek Schwyz aufbewahrt; hier sind nicht nur die einzelnen Werke in allen Vorstufen und Fassungen greifbar, sondern auch die ausgedehnte Korrespondenz des Dichters, seine eigenen Tagebücher, soweit sie noch vorhanden sind, und diejenigen seiner Frau, seiner Mutter und der Tante Abegg samt den entsprechenden Fotoalben: ein unschätzbares, gut erschlossenes Material, das Aufschluss gibt über Biographie, Arbeitsweise und Werk und das darüber hinaus auch ein schönes Stück schweizerischer Kulturgeschichte dokumentiert.

Inglin hat in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts längst seinen festen Platz; erfreulicherweise hat das die lebendige Auseinandersetzung mit seinem Werk aber nicht beeinträchtigt. Während bei den jüngeren Schweizer Schriftstellern vor allem der "Schweizerspiegel" ein Echo gefunden hat, erweisen sich die kleineren Erzählungen auf dem Theater und im Film als besonders ergiebig, und Inglins einziges Drama "Chlaus Lymbacher", das zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde, hat seither wiederholt den Weg auf die Bühne gefunden.