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Das Grand Hotel Axenstein, dem Inglin im Amberg-Roman den sprechenden Namen "Freudenberg" gegeben hat, ist in Biographie und Werk von besonderer Bedeutung. "Es war ein wohlgestalteter, vom falschen Prunk der Jahrhundertwende noch unbeschwerter Bau" in einer gewaltigen Landschaft, die der Maler Calame le plus beau pays du monde genannt hatte.

Inglin, der sich vom Ursprünglichen und vom Hochkultivierten gleichermassen angezogen fühlte, fand in diesem Treffpunkt der internationalen Gesellschaft, dessen Park an seinem Ende nahtlos in "einen rauhen Bergwald" überging, die eigene Spannweite bestätigt. Im "Grand Hotel Excelsior" stellt er denn auch der überfeinerten Zivilisation des Hotelbetriebs die patriarchalisch-einfache Welt der Vorfahren und den personifizierten Geist der Landschaft Urgal gegenüber.

Sogar die grandiose Feuersbrunst, in der Inglin das Grand Hotel Excelsior untergehen lässt, hat ihren realen Hintergrund im Brand des Axensteins am 29. Dezember 1900, dessen Widerschein der Knabe von Schwyz aus verfolgt: "Die Jahrhundertwende aber blieb mir als düsteres Unheil eingeprägt und tauchte immer wieder brandrot in mein Gedächtnis empor." Dieser Eindruck gehört an prominenter Stelle in die Reihe von Erlebnissen, die Inglin in der Ueberzeugung bestärken, "dass alles, wenn es auch noch so schön und lustig war, mit Trauer, Angst und Schrecken ende".